Behandlung Grauer Star
Vor der Operation
Für die auf Grund der von Ihrem Augenarzt gestellten Diagnose „Grauer Star“ erhalten Sie vormittags bei uns einen Termin zur Voruntersuchung, die einige Zeit in Anspruch nimmt. Die Untersuchungen werden sehr ausführlich durchgeführt und sind für den Behandlungserfolg entscheidend! Planen Sie daher für den vereinbarten Voruntersuchungstermin mehrere Stunden ein! Wenn erweiterte, spezielle Untersuchungen auf Grund besonderer Befunde an ihrem Auge nötig werden, werden Sie eventuell den ganzen Vormittag in unserer Klinik sein. Die Pupillen werden zur gründlichen Untersuchung in jedem Fall erweitert, Sie können daher nach der Untersuchung nicht selbst ein Fahrzeug führen.
Des Weiteren wird die Art der Betäubung, bei der mehrere Alternativen zur Verfügung stehen, mit dem Narkosearzt bei einem separaten Vorgespräch eingehend erörtert.
Am OP-Tag
Sie kommen nüchtern, wenn es nicht ausdrücklich anders besprochen wurde. Der Eingriff selbst dauert zwar nur etwa 15 Minuten, jedoch nehmen das Weittropfen der Pupille, die Narkosevorbereitung und die Nachbeobachtung bevor wir Sie auf den Heimweg lassen, wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die OP. Planen Sie insgesamt wenigstens zwei Stunden ein. Lassen Sie sich am besten abholen. Alternativ bestellen wir Ihnen gerne ein Taxi.
Die Operation
Die Katarakt-Operation wird in unserer Praxis mit der Kleinschnitt-Technik durchgeführt. Dabei wird die Hornhaut mit einem 2,2 mm kleinen Schnitt eröffnet. Die trübe, natürliche Linse wird mittels Ultraschall zerkleinert und danach abgesaugt. Anschließend wird die künstliche Linse implantiert. Dieser Vorgang wird Phakoemulsifikation mit Linsen-Implantation genannt. Die eigentliche OP ist damit bereits beendet. Der Einschnitt muss nicht genäht werden, er verschließt sich selbst. Der 2,2 mm Schnitt hat sich als die zur Zeit günstigste Incisionsbreite dargestellt; noch kleinere Schnitte erlauben kaum die Implantation stabiler und hochwertiger Kunstlinsen. Zum Schutz des behandelten Auges wird nach der Behandlung ein Augenverband angelegt.
Nach der Operation
Um ein optimales Ergebnis gewährleisten zu können ist nicht nur die Erfahrung des Operateurs und seines Teams wichtig, sondern auch die Mitarbeit des Patienten. Bestimmte Verhaltensmaßnahmen sollten nach der Behandlung unbedingt befolgt werden:
Bitte nehmen Sie den Augenverband nicht selbstständig ab. Einen Tag nach der Behandlung erhalten Sie bei der Kontrolluntersuchung Augentropfen und einen Therapieplan. Ab diesem Zeitpunkt müssen diese Tropfen regelmäßig und nach Plan getropft werden.
Auch wenn es sich um eine Behandlung handelt, die nicht lange dauert und die ambulant durchgeführt wird – es handelt sich um einen operativen Eingriff, der Schonung erfordert! Reiben Sie nicht an Ihrem frisch behandelten Auge. Vermeiden Sie unbedingt, dass Schmutz in Ihr Auge gelangt. Körperliche Betätigungen, die Sie über Gebühr anstrengen, in Freizeit und Beruf, sollten in den ersten Tagen nicht ausgeübt werden. Unser Operateur wird außerdem mit Ihnen einen individuellen Verhaltensplan besprechen.
Bei manchen Patienten ist bereits am Tag nach der Operation eine Verbesserung der Sehfähigkeit festzustellen. Meist kehrt die volle Sehkraft zwischen dem 5. und dem 10. Tag nach der Operation zurück. Wie gut die Sehfähigkeit wird, hängt davon ab, ob am Auge andere Schäden vorliegen, die aufgrund der getrübten Linse vorher oft schwer zu diagnostizieren sind.
Die Untersuchungen nach der Operation erfolgen bei dem Augenarzt, der Sie überwiesen hat. Nur bei Patienten, bei denen besondere Umstände vorliegen bzw. wenn die Praxis des Hausaugenarztes nicht besetzt ist, erfolgen die Nachuntersuchungen vertretungsweise in unserer Praxis.
Risiken
Leider gibt es keine Operation, bei der zu hundert Prozent Risikofreiheit garantiert werden kann. Wir können jedoch garantieren, dass in unserer Praxis nur modernste Operationsmethoden zum Einsatz kommen, dass die Linsentechnologie höchst entwickelt ist und dass unsere Operateure über eine langjährige Erfahrung verfügen.
In der Augenklinik Moers werden rund 5.000 Augen-Operationen im Jahr durchgeführt.
Dies alles ist entscheidend für eine äußerst geringe Komplikationsrate. Mehr als 95 % der Behandlungen verlaufen ohne Komplikationen! Größere Probleme, zum Beispiel Entzündungen im Inneren des Auges, treten in weniger als 0,1 % der Fälle auf.
Probleme oder Komplikationen können vermieden werden, wenn die Kontrolltermine eingehalten und die Medikamente gewissenhaft angewandt werden!
Da unter örtlicher Betäubung operiert wird, besteht praktisch kein Narkoserisiko. Die Gefahr einer Infektion ist bei einem 2,2 mm-Schnitt, der nicht einmal vernäht werden muss, ebenfalls sehr gering. Zur Sicherheit ist bei jeder ambulanten Katarakt-Operation ein Anästhesiearzt anwesend.
Gelegentlich kommt es später zur Ausbildung eines sogenannten Nachstars. In diesem Fall trübt sich nach der Operation die im Auge verbliebene Linsenkapsel ein. Der Nachstar lässt sich jedoch mit einer nur wenige Minuten dauernden, schmerzfreien Laserbehandlung beseitigen.


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